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Chaga mag ma!

Winter is coming …

Wenn es draußen nass, kalt und finster wird, wärmt nichts Körper und Seele so sehr wie eine frisch gebrühte Tasse heißen Tees … wer dabei etwas Neues entdecken möchte, kann bei uns im Secret Garden eine Besonderheit aus den Wäldern Sibiriens probieren …

Sibirisches Teekränzchen am Samowar

Chaga Tee

Der parasitäre Baumpilz Chaga (inonotus obliquus) wird in Sibirien seit langem gesammelt, getrocknet und als gestoßenes Pulver zum Tee aufgebrüht. Schon im 16. Jahrhundert fand er in ganz Russland Anwendung als Arznei gegen mittelschwere bis schwere Krankheiten. 1955 hat das russische Gesundheitsministerium den Pilz offiziell als Heilmittel anerkannt und zugelassen. In der asiatischen Volksmedizin wird der Chaga Pilz seit mehr als fünf Jahrtausenden in der Heilmedizin eingesetzt.

Der bevorzugte Wirtsbaum des Chaga ist die Birke. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pilzen, hat der Chaga-Pilz eine eher feste, korkenähnliche Konsistenz. Am Baum erscheint der Pilz an der Außenseite in einer sichtbaren schwarzen Kruste. Während die jungen Exemplare aussehen wie Knollen, erinnern die mehr als 5 Jahre alten Chaga Pilze an eine verhärtete Lavamasse. Nach etwa 15 Jahren gilt der Pilz als reif und kann gesammelt werden. Als Schutz gegen eisige Kälte von bis zu -50° Grad Celsius entwickelt er seine herausragende Zusammensetzung an Inhaltsstoffen. Bemerkenswert dabei, dass nur wildwachsender Chaga seine hervorragenden Eigenschaften zur Entfaltung bringt – und derer gibt es viele!

Die perfekte Heilpflanze

Der Chaga-Pilz gilt als ein herausragendes pflanzliches Adaptogen (ein Stoffwechselregulator, der die Fähigkeit eines Organismus steigert, sich an Umweltbedingungen anzupassen und Stress standzuhalten). Er kann als Krebsbekämpfer, zur Stärkung des Immunsystems, zur Entgiftung, Stimulierung des Nervensystems und der Erhaltung der Hautelastizität eingesetzt werden und ist als Langlebigkeitstonikum bekannt. Ein weiterer Aspekt ist seine genoprotektive (DNA-abschirmende) Wirkung. In den vergangenen 40 Jahren wurden mehr als 1600 wissenschaftliche Studien publiziert, die sich mit der antibakteriellen, Leber schützenden, entzündungshemmenden und stark antioxidativen Wirkung von Chaga auseinandersetzen und über 215 gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe im Chaga identifizieren konnten.

Wildwachsender Chaga gilt als das hochkarätigste Antioxidant (ORAC 36.560.000; im Vergleich dazu wilde Heidelbeeren: ORAC 2.400) das bislang auf der Erde entdeckt wurde. Wegen seiner einzigartigen Zusammensetzung an gesundheitsfördernden Phytonährstoffen und immunaktivierenden Verbindungen, halten internationale Forscher den Chaga für die perfekte Heilpflanze der Natur.

Chaga Pilz als Teil der Ausrüstung von „Ötzi“

Und – sollte man es glauben! – in der Ausrüstung des berühmten „Ötzis“, der 1991 am Tisenjocher Gletscher auf 3208 m Seehöhe gefundenen Mumie – mit 5300 Jahren der ältesten der Welt! – fand sich in der Gürteltasche ein Stück Chaga-Pilz als „Allround-Heilmittel“ für unterwegs. (Die außergewöhnlich gute Konservierung des Steinzeitmannes ist allerdings nicht den Anti-Aging Qualitäten des Chaga, sondern dem Eis geschuldet 😉 )

Beste Qualität

Unseren high quality Chaga aus laborgeprüfter sibirischer Wildsammlung beziehen wir von unseren lieben Freunden vom Art of Raw – auf ihrer Website könnt ihr euch nochmal ausführlich über dieses faszinierende Naturprodukt und seine positive Wirkung auf unseren Organismus informieren.

Im Secret Garden bereiten wir dieses Geschenk der Natur sorgfältig und mit viel Liebe für euch zu. Wichtig: genügend lang ziehen lassen (7-10 Minuten). Dann könnt ihr das gold-braune Lebenselixier in die Tasse gießen und den einzigartigen Geschmack des Chaga nach Rinde, nach Baum – nach der erdgebundenen Kraft Sibiriens – genießen.

Und da der Chaga-Pilz mit deutschem Namen Schillerporling heißt, zum Schluss noch ein schöner Aphorismus des großen Dichters über das nachahmungswürdige Vorbild der wunderbaren Pflanzenwelt:

Das Höchste

Suchst du das Höchste, das Größte?
Die Pflanze kann es dich lehren:
Was sie willenlos ist, sei du es wollend – das ists!

Friedrich von Schiller (1759-1805)

Grandioser Granatapfel

Granatapfelkrone

Was wären die duftenden weißen Naturreiskegel im Secret Garden ohne ihre schimmernde Krone aus roten Granatapfelkernen? Das hat gar nichts mit rot-weiß-rotem Patriotismus zu tun, etwas mit Präsentationästhetik und Farbenputz, aber auch viel mit unserer Faszination für diese so symbolträchtige, in den verschiedenen Kulturen seit Jahrtausenden geschätzte, und nicht zuletzt sehr gesunde Frucht.

Nomen est omen

Der Granatapfel, der entgegen seines deutschen Namens nicht mit unserem Apfel verwandt ist, trägt die botanische Bezeichnung punica granatum. Zum Ursprung des lateinischen Namens gibt es verschiedene Angaben. Punica ließe zum einen auf das häufige Vorkommen in Tunesien schließen, ehemals Punien genannt, und würde in dem Fall auf die römische Bezeichnung für die Phönizier zurückgehen. Eine andere Möglichkeit wäre die Rückführung auf das lateinische Adjektiv puniceus, im Deutschen purpurrot, in Anlehnung an die Farbe der enthaltenen Kernschalen. Granatum stammt von dem lateinischen Wort granum und bedeutet so viel wie Korn, Kern oder Samen und deutet auf die Vielzahl der im Granatapfel enthaltenen Samenkörner hin. In weiterer Folge gab der Granatapfel sowohl dem Kriegswerkzeug der Granate, als auch den schönen roten Halbedelsteinen der Granatgruppe den Namen.

Gartenfresko-Palatin

Gartenfresko mit Granatapfelbaum in der Casa di Livia (Gattin des Kaisers Augustus), Rom, Palatin (Ende 1. Jh. n.Chr.)

Der Granatapfelbaum ist ein sommergrüner kleiner Baum oder Strauch, der 5 Meter hoch, 3 Meter breit und bis zu einige hundert Jahre alt werden kann. Er trägt korallenrote Blüten, aus denen die Früchte mit den zahlreichen Einzelsamen hervorgehen. Die reife Frucht verbirgt ihren schmackhaften Kern hinter einer derben Schale. Diese wirkt auf den ersten Blick nicht unbedingt einladend, ist aber durch ihre ledrige Beschaffenheit dafür verantwortlich, dass der Granatapfel bis zu mehreren Monaten gelagert werden kann, und das ohne Qualitätsverlust. Das Innere der Frucht hingegen fasziniert mit einer komplexen Gesetzmäßigkeit und einer appetitlich anmutenden Ästhetik. Beinahe geheimnisvoll verbergen sich im Inneren durch Häutchen unterteilte Kammern, die wiederum Hunderte von kantig geformten Kernen enthalten, in denen sich jeweils ein Samen verbirgt.  Faszinierend, wie die Körner angeordnet sind: öffnet man den Granatapfel und häuft alle Kerne auf, nehmen sie deutlich mehr Platz ein, als im Inneren – und dort verbindet eine komplexe Versorgungsstruktur jeden einzelnen Kern mit der Schale, die ihrerseits am Stiel zusammenläuft, der am Ast hängt, der aus dem Stamm wächst, der auf der Wurzel steht.

Symbolträchtige Frucht

Aus dem vorderasiatischen Raum gelangte der Granatapfelbaum über das Zweistromland (in Mesopotamien ist er spätestens seit 2500 v.Chr. bekannt) einerseits und die Insel Zypern andererseits in den gesamten Mittelmeerraum. Und wo auch immer der Granatapfel heimisch wurde, regten seine Farbe und Erscheinungsform die schöpferische Phantasie der Menschen an. In vielen Kulturen der alten Welt steht der
Granatapfel für die Fülle des Lebens und der Liebe, für natürliche wie geistige Fruchtbarkeit, ist aber immer auch mit dem Totenkult verknüpft.

Aschenurne-Opfertisch

Aschenurne aus Volterra (2. Jh. v.Chr.)/ Opfertischszene aus dem Ramesseum in Abydos (13. Jh. v.Chr.)

Rechterhand eine altägyptische Fruchtbarkeitsgottheit, die vor einem reich gedeckten Opfertisch kniet – neben Broten, Geflügel, Weintrauben und Feigen auch deutlich zwei Granatäpfel mit ihrem vorstehenden Blütenansatz erkennbar. Links eine etruskische Aschenkiste für eine verstorbene Patrizierin, die, am Deckel gelagert, in der linken Hand einen Granatapfel hält. So wird auf jenen griechisch-römischen Mythos angespielt, der mit der Unterwelt und Auferstehungsmysterien in Verbindung steht, und der auch am Unterteil der Kiste im Relief dargestellt ist: Hades (Pluto), der Herr des Totenreichs, raubt das liebreizende Mädchen Persephone (Proserpina), die Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter (Ceres), um sie zu seiner Königin zu machen. Persephone, obwohl von einem Leben in der lichtlosen Unterwelt keineswegs angetan, kann sich dennoch nicht dem Reiz des Granatapfels entziehen, den ihr Hades anbietet und kostet von seinen Kernen. Nach den Gesetzen der Moiren verwirkt sie dadurch die Möglichkeit zur Rückkehr an die Oberwelt. Ihre verzweifelte Mutter übt jedoch Druck auf ihren Bruder, Götterfürst Zeus, aus, indem sie auf der Erde nichts mehr wachsen lässt. So handelt Zeus mit Hades (ebenfalls ein Bruder) einen Pakt aus, in dem Persephone 4 Monate des Jahres bei ihrem Gatten in der Unterwelt (in dieser Zeit verursacht die trauernde Ceres den Winter) zubringen muss, um danach zu ihrer Mutter an die Oberwelt zurückzukehren – dem irdischen Frühlingsbeginn.

Frühchristliche Symbolik als Fußbodenmosaike (4./3. Jh. n.Chr.)

In der (früh)christlichen Ikonographie bleibt der Granatapfel weiterhin im sepulchralen Kontext als Symbol für Auferstehung und ewiges Leben relevant, begleitet aber auch den an die Stelle des antiken Sol Invictus, des unbesiegbaren Sonnengottes, tretenden Christus. So etwa auf dem Fußbodenmosaik links aus Villa bei St Mary in Dorset, wo die jugendliche Gestalt durch das Christusmonogramm (Chi-Rho) eindeutig als solcher ausgewiesen wird.

Wenn beim Aufreißen der reifen Frucht die Fülle der Samen sichtbar wird, so ist dies nun auch ein Bild für die Wunden Christi, aus denen barmherzige Liebe quillt. In diesem Sinne ist wohl auch der Titel eines volksmedizinischen Arzneibuches zu verstehen, das erstmals 1695 in Wien erschien: „Freiwillig aufgesprungener Granatapfel des christlichen Samaritans“. Auf Passion und Auferstehung deutet auch die Granatfrucht, die die Madonna in Bildern von Botticelli (s.u.), Raffael, oder Holbein d. Ä. dem Jesusknaben reicht. Meist erkennt man deutlich in der aufgerissenen Frucht die roten Kerne.

Botticelli-Dürer

Botticelli 1487 / Dürer 1519

Im offiziellen Herrscherportrait, das Albrecht Dürer vom römisch-deutschen Kaiser Maximilian I von Habsburg anfertigte, tritt ein Granatapfel an die Stelle des üblichen goldenen Reichsapfels als Symbol für Herrschaft und irdische Macht.

… not just a pretty face …

Abseits von Mythos und Ikonographie ist der Granatapfel auch in der modernen Küche zum Trendobst geworden. Egal ob pur, als Drink, als Dressing, Essig, in Salaten und Gerichten ist das fruchtig-herbe Schmuckstück vielseitig einsetzbar. Aber auch unter dem gesundheitlichen Aspekt hat er einiges zu bieten. So sind die im Granatapfel enthaltenen Polyphenole bekannt für ihre antientzündliche und antioxidative Wirkung und somit für ihren positiven Einfluss auf das Immunsystem. Studien zufolge enthält er drei Mal so viele Antioxidantien wie grüner Tee, dazu Kalium, Eisen und die Vitamine A, C und E. Die Inhaltsstoffe der Frucht halten darüber hinaus den Blutzuckerspiegel stabil und helfen aufgrund der enthaltenen Ballaststoffe bei Verdauungsproblemen. Auch in der Krebstherapie wird der Granatapfel eingesetzt, da man davon ausgeht, dass die Stoffe aus der Frucht das Wachstum von Krebszellen hemmen können. Ja sogar anti-aging Qualitäten werden ihm attestiert (daher auch in der Kosmetik gerne eingesetzt) – und aphrodisierende sowieso.

Womit wir wieder bei der Antike wären – und dem Granatapfel (auch) als Attribut der Göttin Aphrodite. Nicht zuletzt kürte der trojanische Königssohn Paris – in Aussicht auf eine Verbindung mit der schönsten Frau der Welt (Helena von Sparta), damit die Liebesgöttin vor ihren Konkurrentinnen Athena und Hera zur Schönsten aller Unsterblichen … and the rest is history …

Trojanischer-Krieg

Römischer Sarkophag mit Szenen aus dem Trojanischen Krieg (Mitte 2. Jh. n.Chr.)

Kori\ander(s)

Dies ist Elenas unbeschreiblich köstliches Balinesisches Cashew-Curry:

Balinesisches-Cashewcurry

Aber was um Himmels willen macht Lisa denn da ?! –>

Na, sie häuft eine großzügige Portion frischen Korianders drauf…Für manche von uns wird das Gericht dadurch noch unbeschreiblich köstlicher…Für andere hingegen nicht nur unbeschreiblich, sondern ungenießbar!

Ja, der Grüne Koriander (coriandrum sativum) scheidet die Geister … entweder man liebt, oder man hasst ihn (Auf Facebook gibt es sogar eine Koriander-Hasser-Seite mit knapp 200.000 Abonnenten). Kaum eine Pflanze ruft mehr diametrale Emotionen hervor als Koriander (und das lässt sich allein durch die Diskussionen in unserem Küchenteam bestätigen 🙂 ) – aber warum?

Vererbte Abneigung?

Durch die Analyse der Daten von 30.00 Probanden, die ihr Erbgut über die Plattform 23andMe zur Verfügung gestellt hatten, konnte ein Gen identifiziert werden, das für einen Geruchsrezeptor OR6A2 codiert. Dieser Rezeptor registriert Aldehyde, von denen Koriander viele enthält. Das Gen und sein Rezeptor kommen in zwei Varianten vor, eine davon lässt das Seifige im Kraut stärker hervortreten. Probanden, die zwei dieser Gene geerbt hatten, waren Korianderhasser. Das große Problem in der Riechforschung: Bei weniger als 20 Prozent der etwa 400 menschlichen Riechrezeptoren ist tatsächlich nachgewiesen, welcher Duft welchen Rezeptor aktiviert.

Eine weitere Einschränkung: „Neben dem Geruchs- spricht Koriander auch den Geschmackssinn sowie die Trigeminus-Rezeptoren in den Schleimhäuten von Nase und Mund an“, sagt Duftforscher Hanns Hatt. Die Trigeminus-Rezeptoren leiten unter anderem Schmerz-Signale über den Trigeminus-Nerv ans Gehirn weiter. Essen wir beispielsweise eine scharfe Chili-Schote, dann spricht das Capsaicin im Chili Hitzeschmerzrezeptoren vom Typ TRPV1 an, die diese Information über den Trigeminus-Nerv ans Gehirn weiterleiten. Minze hingegen hat eine kühlende Wirkung, Kohlensäure prickelt. Und auch Aldehyde aktivieren Trigeminus-Rezeptoren. Das generelle „Geschmackserlebnis“ von Koriander ist also nicht alleine durch unseren Geruch geprägt.

Welche Lebensmittel wir mögen, wird außerdem vor allem durch unsere persönlichen Erfahrungen und Umwelteinflüsse beeinflusst – insbesondere, wenn es um den Geruchssinn geht. Tatsächlich gibt es bei Geschmack und Geruch eine genetische Komponente, vor allem, wenn es um die Rezeptoren geht. Aber die Zusammensetzung von Geruch und Geschmack, sowie eine emotionale Bewertung davon, finden erst im Gehirn statt.

Alle Geschmacks- und Erbgutforscher betonen daher, dass nicht alleine unser Erbgut bestimmt, ob man Koriander hasst oder liebt: Der kulturelle Aspekt spiele eine nicht zu unterschätzende Rolle, sowie ganz persönliche Erlebnisse und die Gefühle, die wir mit Situationen verbinden, in denen wir Koriander gegessen haben.

Dass wir im My Secret Garden danach trachten, dass unsere Gäste nur positive Gefühle mit ihrem Besuch bei uns verbinden, versteht sich von selbst! 😉

Erbsen-Koriandercremesuppe

Wir verwenden nicht nur die frischen Korianderblätter zum Kochen – wie etwa im Thai Green Curry, oder der so beliebten Erbsen-Koriandercremesuppe – und (auf Wunsch 😉 ) zum Garnieren, sondern auch die (weit weniger kontroversiellen) getrockneten Samen, die für die orientalische Küche unerlässlich sind. Und warum das gut so ist, zeigen immer mehr Studien, die sich mit den heilkräftigen Eigenschaften des Korianders auseinandersetzen.

Jahrtausendealtes Würz- und Heilkraut

Koriander zählt zu den ältesten Küchenkräutern der Welt. Vor allem in Indien, China und Ägypten wird Koriander seit Jahrtausenden nicht nur wegen seiner süßlichen Würze geschätzt, sondern in erster Linie als Heilpflanze. Von seiner Heilkraft wurde bereits in Sanskrit-Schriften und im Alten Testament berichtet. Auch der antike Medizinpionier Hippokrates von Kos lobte Koriander als pflanzliches Medikament.

Im Ayurveda und in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Koriander schon lange bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt – Phenole, welche im ätherischen Korianderöl enthalten sind, aktivieren im Organismus die Produktion von Enzymen und Verdauungssäften.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Antibiotika-Resistenz, interessiert sich nun auch die westliche Phytomedizin für Koriander als natürliches keimtötendes Mittel. Insbesondere das aus den Koriandersamen gewonnene ätherische Korianderöl gilt als starker Keimbekämpfer mit antimikrobieller (d. h. bakterien- und pilzfeindlicher) Wirkung. An der portugiesischen Universität Beira Interior wurde Korianderöl gegen zwölf Bakterienstämme getestet, darunter Escherichia coli und Salmonellen, die immer wieder für Lebensmittelvergiftungen sorgen. Die Tests zeigten, dass bereits eine Lösung von lediglich 1,6 Prozent Korianderöl fast alle Bakterien abtöten oder zumindest deren Vermehrung deutlich einschränken konnte. In weiteren Labortests, isolierten die Wissenschaftler den antibakteriellen Stoff Dodecenal von frischen Korianderblättern als einzige natürlich vorkommende antibakterielle Substanz, die um das Zweifache wirksamer ist als das üblicherweise gegen Salmonellen eingesetzte Antibiotikum Gentamicin. Diese Ergebnisse unterstreichen den Wert von Koriander als präventives Lebensmittel als auch sein Potential als natürlicher Nahrungsmittelzusatz.

Wieder andere Studien demonstrieren die antioxidativen Eigenschaften von Korianderblättern, ihre Wirksamkeit als Entzündungshemmer, sowie beim Lösen und Ausleiten von Schwermetallen im Körper – zB Quecksilber aus Amalgamfüllungen in den Zähnen.

Wieder mal ein Grund sich auf altes Wissen – und neuen Geschmack – zu besinnen!

Garten-des-Nebamun

Garten-Fresko in der Grabkapelle des Neb-Amun (Ägypten, c. 1350 v.Chr.)

Blue Boost

In Zeiten der Pandemie, wo wir besonders unsere körpereigenen Abwehrkräfte stärken müssen, haben wir genau das richtige für euch: den „Blue Boost“.

Ashru, unser Lebensmittelchemiker in residence hat die perfekte Mischung aus 100% Bio-Holunderbeerensaft, 1g Ester Vitamin C, Vitamin B12, Zink, Calcium, Acerola und Hagebuttenextrakt zusammengestellt. 100 ml enthalten genau die Menge dieser Vitamine und Mineralstoffe, die euch den nötigen Immun-Boost für den Tag gibt. Die trinkt man entweder pur, als Shot (€ 3,90-), oder verdünnt mit 0,5 Liter klarem Leitungswasser als erfrischenden Drink (€ 4,20-). Wer auch zuhause nicht auf die tägliche Dosis verzichten möchte, für den gibt es 10 Portionen in der 1 Liter Glasflasche zum Mitnehmen (€ 29,90-).

Holunder galt schon im Altertum als Heilpflanze, insbesondere bei Fieber und Atemwegsinfekten. Hildegard von Bingen bezeichnete den Holunder gar als „Gottesapotheke“.

Heilkräftiger Holunder

Die Pflanze enthält viel Vitamin C und andere Antioxidantien. Auch Fruchtsäuren und die Vitamine A, B1 und B2 gehören dazu. Die Anthocyanidinverbindungen, die den Holunderbeeren ihre tiefviolette Farbe verleihen (Holunderbeeren wurden früher zum Färben von Leder, Rotwein oder Haaren verwendet und kommen heute als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz) wurden in verschiedenen Laboruntersuchungen als Virushemmer identifiziert. So konnte eine Studie in Sydney belegen, dass die Inhaltsstoffe des schwarzen Holunder (sambucus nigra) sowohl als Infektionshemmer im Frühstadium einer Infektion mit Influenza-Viren, als auch als „Koordinator“ des Immunsystems während der Bekämpfung der Krankheitserreger fungieren. Auch eine Studie am Institut für Medizinische Mikrobiologie der Justus-Liebig-Universität in Gießen kam zu dem Schluss, dass „Der flüssige Extrakt eine hemmende Wirkung auf die Vermehrung der humanpathogenen Influenza-Viren zeigt“. 1995 veröffentlichte ein Forscherteam der Hebrew University of Jerusalem eine Doppelblind-Studie über einen Holunderbeerenextrakt. 90% der Patienten mit einer „Influenza B/Panama“-Infektion, die einen Holunderbeerenextrakt einnahm, war bereits nach 2 – 3 Tagen wieder völlig gesund. Die Patienten, die ein Placebo bekamen, benötigten mindestens 6 Tage dazu.

Historischer Holunder

So, und jetzt meldet sich noch einmal die Altertumswissenschaftlerin in residence zu Wort:
Der Schwarze Holunder, dessen Blüten allerdings wunderschön weiß sind (und im Secret Garden als leckerer Sirup kredenzt werden) ist in Mitteleuropa eine der weit verbreitetsten Straucharten. Das spiegelt sich auch in seinen unzähligen volkstümlichen Namensvarianten im deutschen Sprachraum: Holler, Holderbusch, Dolder, Holder, Hunnel, Flieder, Elder, Alder, Attich, Kelkebusch, Keltenstrauch und etliche mehr. Der Wortstamm ist immer das althochdeutsche holuntar (holun = hohl, heilig, günstig, gnädig; tar = Baum oder Strauch).

Bei den Germanen galt der Holunder als heiliger Baum und Wohnstätte der Göttin Holda, welche Tier und Mensch vor Unheil bewahrte und von Krankheiten heilte, und durfte deshalb nicht gefällt werden. Noch aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist überliefert, dass die Menschen den Holunder um Verzeihung baten, wenn sie ihn fällen mussten. Auch war dies nur Witwen und Kindern erlaubt.

Holda/Holla lebt bis heute in der Gestalt der Frau Holle in unseren Märchen und Sagen fort – und natürlich im göttlichen Holderbusch!

Darum nützt dessen Kräfte, und schenkt euch gleich einen Blue Boost ein …

… und der Welt ein blaues Lächeln!

Nahrung als Medizin

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“Hippokrates von Kos (* 460 v.Chr.)

Die Pflege unserer Gesundheit ist zu aller Zeit eine verantwortungsvolle Aufgabe – allerdings gerade jetzt, da die Covid-19 Pandemie solch einen einschneidenden Einfluss auf unseren Lebensalltag nimmt, beherrschendes Thema. Im „My Secert Garden“– Restaurant ist es uns grundsätzlich ein Herzensbedürfnis euch mit frischen, gesunden Nahrungsmitteln zu verwöhnen, die zur Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen sollen. Heute möchte ich jedoch einige spezifische Zutaten vorstellen, die ganz besonders effektiv als Immun-Booster und antivirale Helfer dienen können:

Süßholz &Co gegen Viren

Bei Laborversuchen mit dem Coronavirus, das schon im Jahr 2002 und den Folgejahren Atemwegserkrankungen verursachte, hatte sich im Luton & Dunstable Hospital NHS Foundation Trust in Großbritannien herausgestellt, dass das Glycyrrhizin der Süßholzwurzel ein wirksames antivirales Mittel darstellt. Das Glycyrrhizin ist das süßende Molekül der Wurzel und schmeckt etwa 50 Mal süßer als Rohrzucker. Wunderbarerweise erzeugt es überdies kein Karies! In ayurvedischen Tees wird die Süßholzwurzel gerne zum Süßen aber auch als wirksamer medizinischer Bestandteil benutzt. Bei uns im Café kredenzen wir einen biologischen Drei Süßholztee von Pukka. Darauf  schwört unser gemüseschneidender Philosoph  Sushloka beim Abschalten und Auftanken im sonnigen Gastgarten …

Studien an der Utkal Universität in Indien bescheinigen Curcumin aus der Gelbwurz und Catechin, aus dem zum Beispiel Grüntee zu 30 – 40 % besteht, Wirkkraft gegen das sich derzeit verbreitende Coronavirus. Ein Grund mehr unseren leckeren Matcha Latte aus hochwertigem Grüntee oder die feurige Golden Milk mit Kurkuma zu bestellen! Um die Immunsystem-stärkende Wirkung der schwarzen Holunderbeere zu nützen, greift zu unserem „Blue Boost„.

Wer sich eingehender über die antivirale Wirkkraft verschiedener Nahrungsmittel – von der Küchenzwiebel und Knoblauch bis zu Rosmarin, Thymian oder Ingwer – informieren möchte, dem sei der fundierte und ausgiebig verlinkte Blog unserer Freunde im Heart of Joy-Café in Salzburg ans Herz gelegt.

Hippokratisches Erbe

Da ich nun einmal Archäologin bin, gibt’s bei uns noch einen kleinen Exkurs in die antike Medizingeschichte: Der eingangs zitierte Hippokrates von Kos zählte sich zum Geschlecht der Asklepiaden – einer Dynastie von Ärzten, die ihren Ursprung auf den griechischen Heilgott Asklepios zurückführten. Über die lateinische Form Aesculapius ist der Name bei der Äskulapnatter (im Symbol von Arztpraxen und Apotheken omnipräsent) noch in modernem Gebrauch. Die Schlange war in der Antike Attributtier von chtonischen, heil- und zauberkundigen Gottheiten und identifiziert Asklepios zusammen mit seinem Stab in verschiedenen Darstellungen.

Hippokrates, der als Begründer der Medizin als Wissenschaft gilt, und dessen Lehre der systematischen Diagnose unter Berücksichtigung der Anamnese eines Patienten bis heute anerkannt und praktiziert wird, ist im alltäglichen Sprachgebrauch vor allem durch den hippokratischen Eid präsent.

Ὄμνυμι Ἀπόλλωνα ἰητρὸν καὶ Ἀσκληπιὸν καὶ Ὑγείαν καὶ Πανάκειαν, καὶ θεοὺς πάντας τε καὶ πάσας ἵστορας ποιεύμενος …

„Ich schwöre bei Apollon, dem Arzt, und Asklepios, Hygeia, Panakeia sowie alle Götter und Göttinnen als Zeugen anrufend …“ So lautet der Beginn des ursprünglichen Eids. Die nach Asklepios genannte Hygieia, dessen Tochter, war die griechische Göttin der Gesundheit. Vom dazugehörigen Adjektiv hygieinós (ὑγιεινός „der Gesundheit dienlich“) stammt unser Wort Hygiene – das gerade in Zeiten der Pandemiekontrolle wieder in aller Munde ist.

Hippokrates forderte vom Arzt neben der körperlichen auch die geistige Hygiene – ein interessantes Konzept, das mich zum Abschluss zu verschiedenen Studien von Professoren in Berlin und Übersee bringt, die gesteigerte Immunstärke und höhere Anzahl an Abwehrzellen im Blut, hervorgerufen durch kontemplative Übungen, Yoga, positive Gedanken und regelmäßige Meditationspraxis nachweisen konnten – und auch darüber könnt ihr euch im Secret Garden informieren ;-). Angst und Unsicherheit hingegen können unsere körpereigene Immunabwehr schwächen – und nur die schafft es derzeit sicher, COVID-19 zu besiegen.

So – stay happy, stay healthy – and don’t forget:

The most effective

Medicine

Here on earth

Is love unconditional.

Sri Chinmoy