Eiszeit

Brütende Hitze, auf der durch Baustellen drastisch verschmälerten und mit einkaufswütigen oder arbeitsmüden Mitbürgern gefüllten Mariahilferstraße kaum ein Durchkommen? – da heißt’s schnell bei Hausnummer 45 in den Raimundhof einbiegen und unter den mit Blumen geschmückten Biedermeierbögen bis zum zweiten Hof durchschlendern, um im von Sonnenschirmen und Pflanzen geschaffenen Mikroklima unseres -eures! – Secret Garden einen eisgekühlten Kaffee genießen …

Iced Cappuccino mit Hafermilch

Aber nicht nur Iced Cappuccino, Iced Latte oder auch ein Affogato locken zum Auspannen und Auftanken – wie wär’s mit einem Iced Chai, aus Assam Tee, belebt mit unserer hauseigenen Mischung authentischer indischer Gewürze, oder einem japanischen Matcha-Grüntee als iced Latte – so wie alle anderen Iced Drinks mit Hafer-, Mandel- oder Sojamilch als vegane Option erhältlich …

Iced Matcha Latte mit Hafermilch

Der König der koffeinhaltigen Sommergetränke ist und bleibt aber wohl der Eiskaffee. Wobei der Begriff „Getränk“ fast schon Majestätsbeleidigung darstellt – weswegen er in unserer Karte auch in der Rubrik „Nachspeisen“ geführt wird. Und zwar unter Wiener Eiskaffee – und das mit Recht und Fug – war es doch hier in unserer kaffeeverliebten Stadt, wo der findige Kaffeesieder Johann Milani 1790 die dekadente Kreation aus schwarzem Mokka, Vanilleeis und Schlagobers erstmals servierte …

Wiener Eiskaffee und Schokomoussetorte

Gefrorenes und Gifthütte

… Und zwar in seinem Limonadezelt am Kohlmarkt 6 (Café Milani). Als Limonadezelt, Sommerkaffeehaus, oder auch Gifthütte wurde der während der warmen Jahreszeit mit behördlicher Genehmigung auf den Gehsteig oder die Straße gestellte Teil einer Wirts- oder Kaffeehauseinrichtung bezeichnet. Erstmals belegt ist das Limonadezelt von Johann Jakob Tarone, der 1754 die Bewilligung erhielt, vor seinem Kaffeehaus ein Zelt mit „Erfrischungswasser“ aufzustellen.

Da Tarone, wie etliche andere Cafetiers, italienischer Abstammung war, hat man von „Gianni’s Garten“ gesprochen – den Johann also ins Italienische (Giovanni) rückübersetzt und die Kurzform Gianni verwendet, um dann diesen Namen letztlich mit schlampiger Betonung wie „Schani“ auszusprechen – und so einen der möglichen Ursprünge des Begriffs Schanigarten zu schaffen.

Taronis Limonadezelt am Graben - Schanigärten um 1900

Tarones Limonadehütte am Graben c. 1825 – Schanigärten um 1900

Schani-Garten

Eine andere Deutung übersetzt Schani vom französischen Jean – im Barock und Biedermeier hießen viele Diener und Hilfskräfte Johann und sie wurden, da Französisch eine Modesprache war, häufig als Jean angesprochen. Schani wurde damit zu einem Synonym für männliche Bedienstete – so rief man sie auch, wenn man ihren richtigen Namen nicht wusste. Von der Aufforderung der Wirte an ihre Piccolos „Schani, trag den Garten (damit meinte man die Grünpflanzen und Sessel) aussi!“, soll sich dann der Begriff Schanigarten abgeleitet haben.

Enjoy your iced tea - and your company!

Im Secret-Schanigarten genießen Miri und Raif während ihrer Pause am Sofa (okay, a bissl „g’stöd“ woars scho – aber Spaß hat’s trotzdem gemacht! 😉 ) unseren hausgemachten Eistee aus gewürztem Schwarztee und Pfirsichnektar on the rocks!

Der gibt derart Energie, dass unser Meister-Barista danach für Zuzka, die währenddessen geduldig am Zwiebelschneiden ist, gleich einen Matcha deluxe mit Vanilleeis und Schlagobers kreiert – Rosenblüten und Limonenzeste inbegriffen …

Matcha deluxe

Also fragt beim nächsten Besuch gleich nach unseren unwiderstehlichen iced/Eiskreationen – ihr kriegt sie auch ganz ohne Zwiebelschneiden – versprochen! 😉

Saurer (Paradies)-Apfel

Was ist zur Zeit das beliebteste Getränk im Secret Garden? Ganz klar: die Soda- Zitron! An einem betriebsamen heißen Sommernachmittag (und derer gibt es aktuell viele! 🙂 ) kommen wir an der Bar mit dem Ausquetschen der frischen Bio-Zitronen kaum nach – und schon so manche Presse musste im Dienst der Vitaminspende ihr Leben lassen …

hausgemachte Ingwerlimo und Soda mit frischen Biozitronen

Ebenso populär und ausgezeichnet als sommerlicher Durstlöscher geeignet: unsere hausgemachte Ingwer-Zitronenlimonade mit Minze-Kick. Ein wahrlich unwiderstehliches Trio – um etwas Bio-Rohrohrzucker ergänzt … gleich einschenken lassen!

Vielgestalt und Vielgereist

Über 500 Sorten an Zitrusfrüchten sind heute weltweit bekannt, mal süßlich, mal bitter. Entstanden sind sie aus zufälligen Hybriden, spontanen Mutationen, aber auch durch gezielte Züchtungen. Die uns bekannten Zitronen sind Kreuzungen aus Bitterorangen und Zitronatzitronen (Ur-Zitronen). Sie dienen als Nahrungsmittel, Aromaspender und kleine Vitaminbomben. In vielen Kulturen gelten sie darüber hinaus auch heute noch als eine spirituelle Frucht.

Zitronenvielfalt

Buddhas Hand und Ölgemälde mit Zitronenvielfalt von Bartolomeo Bimbi (1715)

Ursprünglich waren Zitrusfrüchte in Asien heimisch – in einem weiten Gebiet von Nordindien bis nach Südostasien. In China wurden Zitronenvarianten wie beispielsweise die «Hände Buddhas» – eine längliche, mehrfingrige Zitronenvariante – schon vor mehr als 3000 Jahren wegen der medizinischen Eigenschaften ihrer Rinde kultiviert. Die ältesten Zitronenkerne, die man in Europa bisher fand, stammen aus Zypern und sind 3200 Jahre alt.

So fanden die sauren Früchte auch schließlich den Weg nach Italien – als erste Zitrusfrucht überhaupt. Funde aus dem 2. und 3. Jahrhundert vor Christus in Pompeji bestätigen dies. Viele Jahrhunderte galten Zitronen als Luxusprodukt. Reiche Römer wählten Zitronatzitronen zum Verfeinern von Speisen, Auffrischen der Bettlaken, zum Schutz vor Vergiftungen oder auch als Opfergabe an die Götter.

Gartenfresko aus der Casa di Livia

Gartenfresko mit Zitronenbaum aus der Casa di Livia, Gattin von Kaiser Augustus, auf dem Palatin in Rom (1. Jh. v.Chr.)

Das Laubhüttenfest und der Etrog

Bei der Verbreitung der Zitrusfrüchte im Mittelmeerraum spielte jedoch eine andere Religion eine entscheidende Rolle: die jüdische. Wenn die Ernten eingebracht und die Bußtage überstanden sind, erinnert das jüdische Volk mit dem glanzvollen Laubhüttenfest (Sukkot) sieben Tage lang an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten, an die erste Wohnung in Freiheit und die Versorgung durch Gott.

Der Etrog – die Cedri, bzw. Zitronatszitrone – spielt bei diesem «Erntedankfest» seit der Antike eine wichtige Rolle. Bis heute gehört sie zu dem im 3. Buch Mose 23,40 vorgeschriebenen Feststrauß, der aus Palmzweig (Lulav), Myrtenzweig (Hadassim), Bachweide (Arawot) und Paradiesapfel (Etrog) gebildet wird. Und da ein Apfel aus dem Paradies naturgemäß (?) vollkommen, nun ja – vollkommen zu sein hat und keinerlei Beschädigungen aufweisen darf, spielt die Auswahl (oft in der italienischen Region Kalabrien), der umsichtige Transport und (Ver)-kauf der Etrogs rund um Sukkot eine gewichtige, streng reglementierte Rolle im jüdischen Jahreslauf.

Der Etrog am jüdischen Laubhüttenfest

Zauberkräftige Zitronen

Zitronen haben schon immer die Fantasie der Menschen bewegt. Manchmal galten sie als Symbole der Fruchtbarkeit, der Reinheit und des ewigen Lebens, aber auch als Zeichen von Trauer und Sterben. Und viele versuchten, mit der Frucht finstere Mächte abzuwehren. Etwa wenn nach slawischem Volksbrauch den Verstorbenen eine Zitrone in den Mund gelegt wird um sie vor einem untoten Los als «Nachzehrer» zu bewahren.

Etwa 800 Jahre vor Christus wurde die Frucht in den heiligen Schriften in Sanskrit erwähnt und galt als Symbol des Reichtums. Noch heute gilt es als große Wertschätzung, einen Geschenkkorb mit Zitrusfrüchten bei Geschäftseröffnungen und Jubiläen zu überreichen. Buddhas-Hand-Zitronen überreicht man in China gerne zum Neujahrsfest, sie sollen Glücksbringer für Zufriedenheit und Langlebigkeit darstellen.

Der entzauberte Westen pflegt hingegen mittlerweile einen eher pragmatischen Zugang zum Sinnbild Zitrone:

😉 Im Secret Garden machen wir aus den lemons lieber weiterhin Soda-Zitron – die kann man dafür aber auch literweise trinken! 😉

BOOOOWWWWL !!!

Überall in Europa erschallt zur Zeit der Ruf nach dem GOOOAAAAL! Im My Secret Garden sind wir enthusiastische Tifosi (äh, scusate, will hier kein Salz in eventuelle Wunden streuen 😉 ) der B O W L .

Bowls sind farbenfrohe, abwechslungsreiche Schüsseln randvoll mit einer Vielzahl schmackhafter, gesunder Zutaten – von Proteinen wie Quinoa, Naturreis, Kichererbsen, Mais, Bohnen oder Tofu – alles in Bio-Qualität versteht sich! – über knackige Salate, frisches Obst und Gemüse zu aufregenden exotischen Dips, Dressings und Saucen. Der Kreativität unserer Köchinnen sind keine Grenzen gesetzt – und die klingenden Namen verheißen einen lukullischen Kurzurlaub in der Mittagspause: „next stop Mexico, Louisiana, Tokyo, Korea, Bosporus, Minnesota, Mykonos…bis over the Rainbow!“ 😉 Oder mit Yogi und Buddha Bowl Volley ins Delight – oder der simply glorious Glory Bowl zu denkwürdigen Gaumenfreuden …

Ayurveda Summer Bowl

Ayurveda Sommer-Bowl mit rotem Navara-Reis, Masala-Ofengemüse, karamellisierten Walnüssen, Babyspinat, Ananas, Gurke, Tomate und knackigen Blattsalaten mit frischem Limetten-Koriander-Dressing. vegan & glutenfrei.

Wie eine Malerpalette mutet die Saladette in unserer Küche an, damit für euch die Korean Bowl in der Schüssel landet: Naturreis, gebratener Tofu, aromatisierte Champignons, Algen-Mix, Bohnensprossen, Blattsalate, Karotten, Rotkraut und Tomaten und ein Tris aus Gochujang-Pfeffersauce, fermentierter Soypaste-Sesam-Sauce und süßer Tamari. vegan & glutenfrei (& wirklich, wirklich lecker!)

Und die Bowls lassen sich in unseren umweltfreundlichen TO GO Boxen auch bequem überallhin mitnehmen – einfach vorbeischaun und in 5 Minuten mit einem runden Stückchen Glück in der Hand wieder zur Türe raus. Hier mit einer Buddha Bowl: Gebackener Hokkaido und Tomaten, aromatisierte Champignons, Edamame und geröstete Erdnüsse auf Bio-Quinoa und frischem Babyspinat mit aromatischer Thai-Erdnusssauce. vegan & glutenfrei (& …)

ALSO – unsere Secret Garden Bowls liefern euch als ultimatives Summer Feel Good Food einen gekonnten Stanglpass nach dem anderen – ihr braucht jetzt nur mehr einzunetzen! 😉 …

„Immer wieder, immer wieder, immer wieder: KÖST-LICH-KEIT !“

Mahlzeit!

maistverehrt : maistverzehrt

Mais ist die einzige Getreideart, die ihren Ursprung in Amerika hat (im Teosinte-Kölbchen, einem weitverbreiteten wilden Gras aus dem Hochland von Mexiko). Dort ist er seit über 7000 Jahren ein Begleiter der Menschen und zentraler Bestandteil aller indigenen Kulturen. Nicht nur als lebensspendendes Grundnahrungsmittel, sondern auch als Teil von Mythos und Ritus. In der Überlieferung der Maya formten die Götter uns Menschen aus Maisbrei (nachdem Versuche mit Holz und Lehm nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hatten.) Und da der Mais verschiedene Farben haben kann – weiß, grau, blau, gelb, rosa, rot oder braun – entstanden Menschen mit verschiedenen Hautfarben.

Mexica mit buntem Mais

In Zentralamerika wächst Mais in vielen verschiedenen Farben

Auch der aztekische Kalender orientierte sich an den Wachstumsphasen des Mais. Jeder Phase war eine eigene Gottheit zugeordnet. Xilonen ist die Göttin des jungen, gerade gesprossenen Maiskeimlings. Ihr seht sie hier neben der Gewässergöttin Chalchitlicue und der Erd- und Maisgöttin Chicomecoatl:

Aztekische Maisgöttinnen

Aztekische Plastik aus der Mitte des 14. Jhs. n.Chr.

Im Secret Garden huldigen wir Xilonen &Co mit der herzhaften „Mexican Bowl“ wo dem heiligen Korn seine ebenso urtypisch mesoamerikanischen Schwestern Tomate und Avocado zur Seite gestellt werden.

Mexican Bowl

Mexican Bowl mit Salat, Naturreis, Bohnen, Röstmais, Nachos, Pico de Gallo und Avocado-Dressing.

Ankunft in Europa

Kolumbus brachte den Mais 1492 aus der “Neuen Welt” nach Spanien mit, von wo aus er sich in ganz Europa, aber auch Nordafrika, dem Nahen Osten, Indien und China verbreitet hat. Da Mais billig war, wurde er das überwiegende Nahrungsmittel und die wichtigste Quelle für Energie und Protein für arme Leute, vor allem in ländlichen Gebieten.

Eine Zubereitungsart von Mais, die sich besonders in Italien großer Beliebtheit erfreut ist die Polenta – gekochter Maisgrieß. Im alten Rom wurden polenta (lateinisch für Gerstengraupen) zu pollen oder pollis (lat. sehr feines Mehl) vermahlen; der beliebte römische Getreidebrei puls, pultis geht auf das altgriechische πολτός‎‚ ein Brei aus Spelt- oder Bohnenmehl, zurück.

Vor allem in Norditalien (Pie­mont, Aosta, Lom­ba­rdei, Friaul, Veneto, Trentino) ist Polenta bis heute fester Bestandteil der regionalen Kochkultur. Im Herbst feiert man vielerorts die „Sagra della Polenta“ – wo am Dorfplatz große Kessel der goldenen Köstlichkeit zubereitet werden.

Sagra della Polenta Fest

Sagra della Polenta im Piemont

Obwohl die Süditaliener ihre nördlichen Brüder gern abschätzig als „polentoni“ bezeichnen, servieren wir im Secret Garden gerade einen sizilianischen Klassiker mit gebackener Rosmarinpolenta: die Caponata. Da werden Melanzani, Tomaten, Zwiebel und Stangensellerie mit Rosinen, Kapern, Mandeln und Balsamico zu einer herrlich fruchtigen agro-dolce Köstlichkeit verkocht. Eins meiner Lieblingsgerichte! 🙂

sizilianische Caponata - Urlaubsfeeling pur

Sizilianische Caponata – Urlaubsfeeling pur!

Nach 1650 begann Mais als granoturco, „tür­ki­sches Korn“, in der italienischen Küche populär zu werden. Auch in einigen Landesteilen Österreichs, etwa der Steiermark, wird der Mais umgangssprachlich als „Türken“ bezeichnet. Gerichte aus Maisgrieß-Polenta tragen dort Namen wie etwa Türkischer Sterz oder Türkischer Tommerl. Das hängt wohl damit zusammen, dass die Osmanen den Mais nach Österreich (und Italien) brachten, wo er erst ab dem 17. Jahrhundert richtig populär wurde.

Alpenpolenta im Secret Garden

Alpenpolenta mit buntem Salat

Eine österreichische Interpretation des Mais kommt im Secret Garden in Form der „Alpenpolenta“ auf den Tisch: Schichten aus cremiger Polenta, karamellisierten Zwiebeln und Schwammerl werden mit würzigem Bergkäse überbacken. Das Rezept hab ich von meiner Mama, wo es während unserer Sommer auf der Alm immer großen Anklang fand. 🙂

Almsommer

Tarani und Chintamani auf der Ahornalm am Kasberg

Rund und g’sund

Die runden Maiskörnchen sind vollgepackt mit Vitaminen und Mineralstoffen, die unserer Gesundheit förderlich sind: eine ungewöhnlich hohe Zahl an B-Vitaminen (insbesondere B1, 3, 7, 5 & 9), die für einen ausgewogenen Hormonspiegel und effektiven Stoffwechsel notwendig sind, sowie Eisen, Magnesium, Zink, Mangan und Selen, die für die Blutbildung, zelluläre Sauerstoffversorgung, gesunde Haut und schönes Haar gebraucht werden. Außerdem beinhaltet Mais eine Menge Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Proteine und ungesättigte Fettsäuren. Im Mais enthaltenes Kalium ist an der Aufrechterhaltung des normalen Blutdrucks und der Herzfunktion beteiligt und mindert das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall. Mais gibt uns Energie, regt die Hirnaktivität an und steigert die Widerstandsfähigkeit gegen Stress. – Danke, Chicomecoatl! 😉

Goldene Maiscremesuppe

Goldene Maiscremesuppe mit Chili

Nordamerika

Zum Abschluss nochmal zurück zum Ursprung: nicht nur die indigenen Völker Mittelamerikas verehrten und verzehrten Mais als Lebensgrundlage: auch bei der indianischen Urbevölkerung Nordamerikas war Mais fixer Bestandteil ihrer Lebenswelt. Bei den Pueblo-Indianern erzählte man über die Herkunft des Maises, dass die beiden Maismütter Blue Corn Woman und White Corn Maiden durch die Dachöffnung eines Kivas auf die Erde geklettert sind und den Mais mitbrachten. Kinder bekamen bei der Geburt eine Maisähre als Totem, die sie ein Leben lang daran erinnern sollte, dass die Maismütter allen Menschen, Tieren und Pflanzen das Leben schenkten. Aber auch bei den Native Americans der Plains war Mais fixer Bestandteil des Speiseplans.

Howard Terpning - Old country buffet

Howard Terpning – Old country buffet: the feast

In der Sprache der Dakota heißt Mais Mondamin. In dieser Tradition soll der Gott Mondamin den Menschen den Mais geschenkt haben, indem er sich in ein Maisfeld verwandelte, nachdem er besiegt wurde. Bekannt ist Mondamin auch durch das Gedicht The Song of Hiawatha von Henry Wadsworth Longfellow, in dem Mondamin als personifizierter Mais beschrieben wird. Longfellows Gedicht inspirierte den jetzt zu Unilever gehörenden Produzent von Maisstärke 1913 zu seinem Markennamen Mondamin GmbH.

Und mich wiederum inspirierte die nordamerikanische Mais-Küche zur „Minnesota Bowl“ bei der „Creamy Corn“ ein zentraler Bestandteil ist:

Minnesota Bowl mit Creamy Corn

Minnesota Bowl mit Creamy Corn, Ofen-Süßkartoffel, Naturreis, Zwiebel-Relish und buntem Salat

Minnesota, heute ein Bundesstaat im Mittleren Westen der USA und benannt nach dem Minnesota River, hat seinen Namen vom Dakota-Wort Mníssota, was soviel wie „trübes Wasser“ bedeutet. Angehörige der Dakota erklärten den Begriff frühen Siedlern, indem sie einige Tropfen Milch in eine Schale klaren Wassers fallen ließen.

Auch sowas ist im Secret Garden zu bekommen 😉 – ich hoffe aber doch, dass euch all die abwechslungsreichen und geschichtsträchtigen Gerichte Lust auf mehr gemacht haben und ihr bei uns vorbeischaut wenn bald wieder Mais auf der Wochenkarte steht …

Zauberreiche Limo

Wer zu seinem Take Out oder Liefer-Menü (und hoffentlich auch bald im Gastgarten!) den passenden Durstlöscher sucht, der hat nun die Gelegenheit mit den ISIS-Limonaden in praktischen, pfandfreien Glasflaschen mit Schraubverschluss. Die etwas altbackenen Etiketten im „Siebzigerjahrecharme“ beiseite, überzeugen sie durch ihren frischen, intensiven Geschmack aus 100% natürlichen, bio-zertifizierten Zutaten. (Und den Preis: 2,90-  im Lokal, 3,20- bei Lieferung für 0,33 Liter)

ISIS-Biolimonaden

Während ich an diesem Blog schreibe, genieße ich eine gut gekühlte, prickelnde Ginger Ale. „Aromatischer tropischer Ingwer mit einem Spritzer Zitrone als würziges Getränk schmeckt prima!“ (Das tut es in der Tat) „Nur mit der Süße von Äpfeln – eine scharfe Erfrischung gegen den Durst!“

Darüber hinaus haben wir zur Zeit noch die Sorten Orange Fizz mit Acerola, Cola aus Guarana und Grüner Eistee mit Mate im Angebot. More to be discovered …

ISIS Bio-Limonade

Auf seiner Website gibt der Familienbetrieb der Beutelsbacher Fruchtsaftkelterei mit Sitz in der Nähe von Stuttgart an, seine Limonaden nach der Göttin Isis benannt zu haben. „Die Marke haben wir ausgewählt, da die ägyptische Göttin Isis als Schutzpatronin der Natur gilt. Sie steht für unser Unternehmensmotto: Wir leben von der Natur. Helfen Sie der Natur für Ihre Gesundheit – Aktiver Umweltschutz mit unseren Produkten.“

Diese Steilvorlage lasse ich mir als Ägyptologin natürlich nicht entgehen – und übernehme Volley zum nächsten althistorischen Blog-Exkurs

Philae-Isistempel-Säulenhalle

Säulenhalle des Isistempels von Philae (links Zeichnung von David Roberts 1838)

Isis, die Zauberreiche

Sicher, in den Isis-Aretalogien wird die Göttin auch als Mutter der ganzen Natur (… Herrin aller Elemente, Anfang und Ursprung der Jahrhunderte …  Königin der Toten … oberste Gottheit, die erste der Bewohner des Himmels …) bezeichnet, bzw. konnte als eine Art Universalgöttin durch Synkretismus generell sehr viele verschiedene Aspekte in sich vereinen.

Aber denkt man bei Isis nicht zuallererst daran, wie sie gemäß dem Isis-Hymnus und der Osiris-Legende den vom eigenen Bruder Seth zerstückelten und über beide Länder (Ober- und Unterägypten) verstreuten Leichnam ihres Brudergemahls Osiris aufspürt (gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Nephthys … also eine umtriebige Familie 😉 ), mit Mumienbinden wieder zusammenfügt und durch Zaubersprüche, Gebete, Klagen und Litaneien zu neuem Leben erweckt – und ihn so zum König des Totenreichs und der Wiedergeburt macht? … Naja, ich zumindest. 😉

In den untenstehenden Reliefdarstellungen sehen wir Isis als lebensspendende, nährende, schützende Muttergottheit und machtvolle Zauberin (Als einzige im ägyptischen Pantheon mit magischen Kräften begabt, trug Isis den Beinamen „Zauberreiche“).

Ganz links nährt die Göttin ihren Sohn, den Horusknaben am Schoß. Dieses Bildsujet der göttlichen Mater lactans wurde über die Jahrtausende (Isis fand auch Eingang in die westliche griechisch-römische Religion bzw. wurde in Ägypten bis ins 6. nachchristliche Jahrhundert hinein aktiv verehrt) bis zu den christlichen thronenden Madonnendarstellungen mit Jesusknaben tradiert. Im mittleren Ausschnitt spendet die Göttin dem Pharao (hier mit der weißen Krone Oberägyptens dargestellt), der mit Horus gleichgesetzt wurde und deswegen ebenfalls als Sohn der Isis galt, Leben – symbolisiert durch das Anch-Zeichen. Ganz rechts umfängt Isis Osiris (dargestellt im Mumiengewand, mit Atef-Krone und Was-Szepter) schützend mit ihren Schwingen.

Isis ist jeweils mit einer Kopfbedeckung aus Kuhgehörn mit Sonnenscheibe (Angleichung an die Göttin Hathor) und einem Vogel – einer Königsweihe oder Rotmilan – dargestellt. Die Göttin soll die Gestalt dieses unter den Toten herumstreifenden, durchdringende „Klage“rufe ausstoßenden Aasfressers angenommen haben, während sie nach ihrem verstreuten Gatten suchte, diesem dann mit ihren Schwingen neues Leben zufächelte und danach von ihm den Horusknaben empfing.

Isistempel-Philae-Reliefs

Reliefdarstellungen aus dem Allerheiligsten des Isistempels von Philae (4. Jh. v.Chr.)

Philae

Die hier gezeigten Bilder stammen aus einem der wichtigsten – sicher aber pittoreskesten und überdies sehr gut erhaltenen ptolemäischen (30. Dynastie) Isisheiligtümern (hier soll die Göttin das Herz ihres zerstückelten Brudergemahls gefunden haben) – auf der 400 m langen Insel Philae, etwa 8 km südlich der oberägyptischen Stadt Assuan. Wobei sowohl „erhalten“ als auch „Philae“ einer Einschränkung bedarf:

Die „Perle Ägyptens“ versank durch den Bau des 1902 errichteten ersten Assuanstaudamms bis auf zwei Monate im Jahr zum Großteil in den Fluten des Nils – was nicht nur den Farben der Wandreliefs, sondern auch dem Besucherstrom erheblichen Schaden zufügte. Mit der Errichtung des zweiten Hochstaudamms 1960-1971 wurde das Gebiet von Philae gänzlich zum Stausee und die Tempel schienen zum endgültigen Verschwinden verdammt. Im Zuge der gigantischen „Rettungsaktion für die Denkmäler Nubiens“ wurden die wichtigsten Bauten von Philae auf die einige Kilomter entfernte, höher gelegene Insel Agilkia versetzt, wo sie bis heute besichtigt werden können.

An der Rettungsaktion, bei der während den 60er Jahren fieberhaft so viele der dem Versinken geweihten nubischen Heiligtümer, Siedlungen, Militäranlagen, Friedhöfe und Kirchen als möglich dokumentiert wurden und üerdies 22 altägyptische Tempelanlagen abgetragen und in höher gelegene Gebiete versetzt wurden, beteiligten sich 50 Länder (darunter auch Österreich; bis heute liegt etwa die Edition aller Hieroglyphen-Inschriften von Philae bei der ÖAW) mit substantieller finanzieller, technischer und wissenschaftlicher Hilfe. Das war den Ägyptern auch schon mal kleine Tempel als Gegengeschenk wert (siehe den Tempel von Dendur im Metropolitan Museum von New York). Ein wehmütiger Beigeschmack bleibt bei der ganzen Sache natürlich trotzdem.

Die-Tempel-von-Philae

Die Tempel von Philae zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach dem Bau des ersten Assuan-Damms.

Doch nun stelle man sich vor, man nähert sich in einer kleinen Nil-Dhau den mächtigen, halbversunkenen Pylonen von Philae … und dem jahrtausendealten Blick der reliefierten Götter und Göttinnen … da heißt’s schon, sich fest an seiner Ginger Ale festhalten … 😉

bombig!

Heute möchte ich einen kleinen Exoten unserer Kaffeekarte ins Rampenlicht rücken, der sowohl fürs Auge als auch für den Gaumen einiges an Sinnesexplosion bereithält: den Café Bombon. Klein, aber selbstbewusst, präsentiert er sich als markante Trikolore aus süßer Kondensmilch – doppeltem Espresso – und schaumiger Crema. Dass man gezuckerte Kondensmilch verwendet ist wichtig, da sie dickflüssiger als ungesüßte Kondensmilch ist und so das verfrühte Ineinanderlaufen der Schichten verhindert. Denn serviert im Glas, kommen die so richtig zur Geltung!

Cafe_Bombon

Hat man sich an der Optik lang genug erfreut, wird die Farbpalette mit dem Löffel zu einer karamellfarbenen Mischung verrührt und erstmal daran genippt. Der Geschmack erinnert an eine zuckerlsüße Kaffeekaramelle – No Na – nomen est omen! Als koffeinhaltiges Dessert nach dem Essen, oder Stimmungsmacher morgens zum Kipferl eignet er sich allemal. Oder an verregneten Nachmittagen, die einem von seinem Ursprungsland träumen lassen …

Ronda

… denn das ist nämlich Andalusien

Souvenir Andalou

Damals, als man noch auf Urlaub fahren konnte…durfte ich eine sehr schöne Reise nach Andalusien genießen, auf der ich, als Kaffeesiederin berufsbedingt, natürlich auch immer die Augen nach lokalen Kaffeespezialitäten offen hielt. So weckte der Café Bombon auf der Karte mein Interesse – und hier habe ich ihn zum ersten Mal genossen:

Café in Sevilla

Und danach gleich beschlossen, ihn als Andalusisches Souvenir mit in den Secret Garden zu nehmen. Wer die Gelegenheit bei uns nützt diesen Exoten auszuprobieren, verliebt sich vielleicht in den spanischen Charmeur – so wie Ashru, der nach meiner Rückkehr monatelang nichts anderes getrunken hat 😉 .

Maurische Mitbringsel

In den Städten Andalusiens begegnen einem auf Schritt und Tritt eindrucksvolle Zeugen der Mauren (von den Arabern islamisierte Berberstämme Nordafrikas), die zwischen 711 und 1492 große Teile der iberischen Halbinsel zu ihrem Einflussgebiet zählten. Da die Kaffeesiederei ja als arabische Innovation gilt, würde es gut ins Bild passen, dass hier mit den maurischen Spitzbögen und Intarsien auch die Kaffeekultur Einzug hielt.

Maurischer-Kaffee

Der Real Alcazar von Sevilla und orientalistisches Gemälde eines Kaffeehauses

Tatsache ist, dass erst geschäftstüchtige Venezianer im 17. Jahrhundert den Kaffee aus dem Orient nach Europa brachten, wo seit dieser Zeit das anregende Heißgetränk seinen ungebrochenen Siegeszug feiert.

 

Wo Kaffee serviert wird,

da ist Anmut, Freundschaft und Fröhlichkeit!

 Arabische Weisheit

 

Im Secret Garden wird weiterhin Kaffee serviert – in Freundschaft und Fröhlichkeit – auch wenn die Anmut mit den TO GO Pappbechern vielleicht etwas leidet 😉 . Die visuellen Vorzüge des Café Bombon geraten so definitiv etwas ins Hintertreffen –  bombig bleibt er allemal. A vuestra salud!

Sierra-de-Ronda

So, und jetzt nochmal tief einatmen und sich vorstellen, dass man den Blick von der Terrasse aus über die Sierra de Ronda schweifen lässt …

 

Christmas is coming …

Gestern war der Secret Garden durchzogen von Kekserlduft und Weihnachtsstimmung … während ich stilecht die „Christpalme“ in unserer Bibliothek dekorierte, packte Anna und Pia eine christmas cookie baking frenzie …

Ergebnis der gelungenen hawaiianisch-bayrischen Koproduktion waren ein bunter Kekserl-Mix, den wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

Die süßen Geschenksackerl enthalten Linzer Augen mit Himbeergelee, Bourbon-Vanillekipferl, Ginger Snaps mit Hafer und Molasse und Walnuss-Brownie-Bits getunkt in dunkle Schokolade …

und das Beste daran: alles ist vegan, glutenfrei und natürlich gesüßt, mit hohem Bio-Anteil und noch höherem joy factor. 😉

140 g / EUR 6,90- (enthält Mandeln, Walnüsse und Soja)

Mahalo & Vergölt’s Gott an Anna und Pia – und eine genussreiche und lichterfüllte Weihnachtszeit an alle unsere Gäste!

Matcha : more than just Tea

       Matcha on the Rise

In the last decade Matcha has secured it’s spot on the trendy list here in Europe, available in many coffee shops throughout major cities this tea is boasted for its health benefits including a high caffeine content. Its rich green color comes from the chlorophyll in the tea leaves as Matcha is made of very
fine ground green tea leaves, compared to other tea with Matcha the green tea leaves are consumed entirely, Matcha meaning nothing other than „powdered tea“. Matcha is traditionally made using a bamboo whisk, hot water and a fairly large Matcha bowl. Traditionally the water used during a Matcha ceremony should not exceed 80 degrees celsius.

         Health Benefits of Matcha:

  • Matcha contains high amounts of a group of antioxidants called polyphenols. Polyphenols have been linked to protection against heart disease and cancer.
    Polyphenol has been shown to help regulate blood-sugar levels & blood-pressure.
  • Matcha can also contain up to three times as much caffeine as coffee since you are consuming the entire leaf. Most coffee drinkers can attest to the slight anxiousness after too many cups of coffee, Matcha in comparison
    is known to create an alert-calmness.
  • While many claim that Matcha can boost your metabolism a significant which in return can excel weight loss, studies have shown that these claims are based off of Matcha’s energy boosting properties.
  • Rich in vitamin C, selenium, chromium, zinc and magnesium

Matcha Latte Secret Garden Style …

Best places to buy Matcha powder in Vienna:

Cha No Ma Teehaus- Faulmanngasse 7 -1040 Wien
A cute little Japanese tea store, here they sell traditional Japanese Mochi and other sweets. Here you can find everything you need to make you own matcha tea at home

Sonnentor- Neubaugasse 29-1070 Wien
Home to a wide variety of spices, oils, teas and small home goods.

Visit us to try some of our own Matcha latte creations available with normal or plant based milk!

Chaga mag ma!

Winter is coming …

Wenn es draußen nass, kalt und finster wird, wärmt nichts Körper und Seele so sehr wie eine frisch gebrühte Tasse heißen Tees … wer dabei etwas Neues entdecken möchte, kann bei uns im Secret Garden eine Besonderheit aus den Wäldern Sibiriens probieren …

Sibirisches Teekränzchen am Samowar

Chaga Tee

Der parasitäre Baumpilz Chaga (inonotus obliquus) wird in Sibirien seit langem gesammelt, getrocknet und als gestoßenes Pulver zum Tee aufgebrüht. Schon im 16. Jahrhundert fand er in ganz Russland Anwendung als Arznei gegen mittelschwere bis schwere Krankheiten. 1955 hat das russische Gesundheitsministerium den Pilz offiziell als Heilmittel anerkannt und zugelassen. In der asiatischen Volksmedizin wird der Chaga Pilz seit mehr als fünf Jahrtausenden in der Heilmedizin eingesetzt.

Der bevorzugte Wirtsbaum des Chaga ist die Birke. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pilzen, hat der Chaga-Pilz eine eher feste, korkenähnliche Konsistenz. Am Baum erscheint der Pilz an der Außenseite in einer sichtbaren schwarzen Kruste. Während die jungen Exemplare aussehen wie Knollen, erinnern die mehr als 5 Jahre alten Chaga Pilze an eine verhärtete Lavamasse. Nach etwa 15 Jahren gilt der Pilz als reif und kann gesammelt werden. Als Schutz gegen eisige Kälte von bis zu -50° Grad Celsius entwickelt er seine herausragende Zusammensetzung an Inhaltsstoffen. Bemerkenswert dabei, dass nur wildwachsender Chaga seine hervorragenden Eigenschaften zur Entfaltung bringt – und derer gibt es viele!

Die perfekte Heilpflanze

Der Chaga-Pilz gilt als ein herausragendes pflanzliches Adaptogen (ein Stoffwechselregulator, der die Fähigkeit eines Organismus steigert, sich an Umweltbedingungen anzupassen und Stress standzuhalten). Er kann als Krebsbekämpfer, zur Stärkung des Immunsystems, zur Entgiftung, Stimulierung des Nervensystems und der Erhaltung der Hautelastizität eingesetzt werden und ist als Langlebigkeitstonikum bekannt. Ein weiterer Aspekt ist seine genoprotektive (DNA-abschirmende) Wirkung. In den vergangenen 40 Jahren wurden mehr als 1600 wissenschaftliche Studien publiziert, die sich mit der antibakteriellen, Leber schützenden, entzündungshemmenden und stark antioxidativen Wirkung von Chaga auseinandersetzen und über 215 gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe im Chaga identifizieren konnten.

Wildwachsender Chaga gilt als das hochkarätigste Antioxidant (ORAC 36.560.000; im Vergleich dazu wilde Heidelbeeren: ORAC 2.400) das bislang auf der Erde entdeckt wurde. Wegen seiner einzigartigen Zusammensetzung an gesundheitsfördernden Phytonährstoffen und immunaktivierenden Verbindungen, halten internationale Forscher den Chaga für die perfekte Heilpflanze der Natur.

Chaga Pilz als Teil der Ausrüstung von „Ötzi“

Und – sollte man es glauben! – in der Ausrüstung des berühmten „Ötzis“, der 1991 am Tisenjocher Gletscher auf 3208 m Seehöhe gefundenen Mumie – mit 5300 Jahren der ältesten der Welt! – fand sich in der Gürteltasche ein Stück Chaga-Pilz als „Allround-Heilmittel“ für unterwegs. (Die außergewöhnlich gute Konservierung des Steinzeitmannes ist allerdings nicht den Anti-Aging Qualitäten des Chaga, sondern dem Eis geschuldet 😉 )

Beste Qualität

Unseren high quality Chaga aus laborgeprüfter sibirischer Wildsammlung beziehen wir von unseren lieben Freunden vom Art of Raw – auf ihrer Website könnt ihr euch nochmal ausführlich über dieses faszinierende Naturprodukt und seine positive Wirkung auf unseren Organismus informieren.

Im Secret Garden bereiten wir dieses Geschenk der Natur sorgfältig und mit viel Liebe für euch zu. Wichtig: genügend lang ziehen lassen (7-10 Minuten). Dann könnt ihr das gold-braune Lebenselixier in die Tasse gießen und den einzigartigen Geschmack des Chaga nach Rinde, nach Baum – nach der erdgebundenen Kraft Sibiriens – genießen.

Und da der Chaga-Pilz mit deutschem Namen Schillerporling heißt, zum Schluss noch ein schöner Aphorismus des großen Dichters über das nachahmungswürdige Vorbild der wunderbaren Pflanzenwelt:

Das Höchste

Suchst du das Höchste, das Größte?
Die Pflanze kann es dich lehren:
Was sie willenlos ist, sei du es wollend – das ists!

Friedrich von Schiller (1759-1805)

Grandioser Granatapfel

Granatapfelkrone

Was wären die duftenden weißen Naturreiskegel im Secret Garden ohne ihre schimmernde Krone aus roten Granatapfelkernen? Das hat gar nichts mit rot-weiß-rotem Patriotismus zu tun, etwas mit Präsentationästhetik und Farbenputz, aber auch viel mit unserer Faszination für diese so symbolträchtige, in den verschiedenen Kulturen seit Jahrtausenden geschätzte, und nicht zuletzt sehr gesunde Frucht.

Nomen est omen

Der Granatapfel, der entgegen seines deutschen Namens nicht mit unserem Apfel verwandt ist, trägt die botanische Bezeichnung punica granatum. Zum Ursprung des lateinischen Namens gibt es verschiedene Angaben. Punica ließe zum einen auf das häufige Vorkommen in Tunesien schließen, ehemals Punien genannt, und würde in dem Fall auf die römische Bezeichnung für die Phönizier zurückgehen. Eine andere Möglichkeit wäre die Rückführung auf das lateinische Adjektiv puniceus, im Deutschen purpurrot, in Anlehnung an die Farbe der enthaltenen Kernschalen. Granatum stammt von dem lateinischen Wort granum und bedeutet so viel wie Korn, Kern oder Samen und deutet auf die Vielzahl der im Granatapfel enthaltenen Samenkörner hin. In weiterer Folge gab der Granatapfel sowohl dem Kriegswerkzeug der Granate, als auch den schönen roten Halbedelsteinen der Granatgruppe den Namen.

Gartenfresko-Palatin

Gartenfresko mit Granatapfelbaum in der Casa di Livia (Gattin des Kaisers Augustus), Rom, Palatin (Ende 1. Jh. n.Chr.)

Der Granatapfelbaum ist ein sommergrüner kleiner Baum oder Strauch, der 5 Meter hoch, 3 Meter breit und bis zu einige hundert Jahre alt werden kann. Er trägt korallenrote Blüten, aus denen die Früchte mit den zahlreichen Einzelsamen hervorgehen. Die reife Frucht verbirgt ihren schmackhaften Kern hinter einer derben Schale. Diese wirkt auf den ersten Blick nicht unbedingt einladend, ist aber durch ihre ledrige Beschaffenheit dafür verantwortlich, dass der Granatapfel bis zu mehreren Monaten gelagert werden kann, und das ohne Qualitätsverlust. Das Innere der Frucht hingegen fasziniert mit einer komplexen Gesetzmäßigkeit und einer appetitlich anmutenden Ästhetik. Beinahe geheimnisvoll verbergen sich im Inneren durch Häutchen unterteilte Kammern, die wiederum Hunderte von kantig geformten Kernen enthalten, in denen sich jeweils ein Samen verbirgt.  Faszinierend, wie die Körner angeordnet sind: öffnet man den Granatapfel und häuft alle Kerne auf, nehmen sie deutlich mehr Platz ein, als im Inneren – und dort verbindet eine komplexe Versorgungsstruktur jeden einzelnen Kern mit der Schale, die ihrerseits am Stiel zusammenläuft, der am Ast hängt, der aus dem Stamm wächst, der auf der Wurzel steht.

Symbolträchtige Frucht

Aus dem vorderasiatischen Raum gelangte der Granatapfelbaum über das Zweistromland (in Mesopotamien ist er spätestens seit 2500 v.Chr. bekannt) einerseits und die Insel Zypern andererseits in den gesamten Mittelmeerraum. Und wo auch immer der Granatapfel heimisch wurde, regten seine Farbe und Erscheinungsform die schöpferische Phantasie der Menschen an. In vielen Kulturen der alten Welt steht der
Granatapfel für die Fülle des Lebens und der Liebe, für natürliche wie geistige Fruchtbarkeit, ist aber immer auch mit dem Totenkult verknüpft.

Aschenurne-Opfertisch

Aschenurne aus Volterra (2. Jh. v.Chr.)/ Opfertischszene aus dem Ramesseum in Abydos (13. Jh. v.Chr.)

Rechterhand eine altägyptische Fruchtbarkeitsgottheit, die vor einem reich gedeckten Opfertisch kniet – neben Broten, Geflügel, Weintrauben und Feigen sind auch deutlich zwei Granatäpfel mit ihrem vorstehenden Blütenansatz erkennbar. Links eine etruskische Aschenkiste für eine verstorbene Patrizierin, die, am Deckel gelagert, in der linken Hand einen Granatapfel hält. So wird auf jenen griechisch-römischen Mythos angespielt, der mit der Unterwelt und Auferstehungsmysterien in Verbindung steht, und der auch am Unterteil der Kiste im Relief dargestellt ist: Hades (Pluto), der Herr des Totenreichs, raubt das liebreizende Mädchen Persephone (Proserpina), die Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter (Ceres), um sie zu seiner Königin zu machen. Persephone, obwohl von einem Leben in der lichtlosen Unterwelt keineswegs angetan, kann sich dennoch nicht dem Reiz des Granatapfels entziehen, den ihr Hades anbietet und kostet von seinen Kernen. Nach den Gesetzen der Moiren verwirkt sie dadurch die Möglichkeit zur Rückkehr an die Oberwelt. Ihre verzweifelte Mutter übt jedoch Druck auf ihren Bruder, Götterfürst Zeus (Jupiter), aus, indem sie auf der Erde nichts mehr wachsen lässt. So handelt Zeus mit Hades (ebenfalls ein Bruder) einen Pakt aus, in dem Persephone 4 Monate des Jahres bei ihrem Gatten in der Unterwelt (in dieser Zeit verursacht die trauernde Ceres den Winter) zubringen muss, um danach zu ihrer Mutter an die Oberwelt zurückzukehren – dem irdischen Frühlingsbeginn.

Frühchristliche Symbolik als Fußbodenmosaike (4./3. Jh. n.Chr.)

In der (früh)christlichen Ikonographie bleibt der Granatapfel weiterhin im sepulchralen Kontext als Symbol für Auferstehung und ewiges Leben relevant, begleitet aber auch den an die Stelle des antiken Sol Invictus, des unbesiegbaren Sonnengottes, tretenden Christus. So etwa auf dem Fußbodenmosaik links aus Villa bei St Mary in Dorset, wo die jugendliche Gestalt durch das Christusmonogramm (Chi-Rho) eindeutig als solcher ausgewiesen wird.

Wenn beim Aufreißen der reifen Frucht die Fülle der Samen sichtbar wird, so ist dies nun auch ein Bild für die Wunden Christi, aus denen barmherzige Liebe quillt. In diesem Sinne ist wohl auch der Titel eines volksmedizinischen Arzneibuches zu verstehen, das erstmals 1695 in Wien erschien: „Freiwillig aufgesprungener Granatapfel des christlichen Samaritans“. Auf Passion und Auferstehung deutet auch die Granatfrucht, die die Madonna in Bildern von Botticelli (s.u.), Raffael, oder Holbein d. Ä. dem Jesusknaben reicht. Meist erkennt man deutlich in der aufgerissenen Frucht die roten Kerne.

Botticelli-Dürer

Botticelli 1487 / Dürer 1519

Im offiziellen Herrscherportrait, das Albrecht Dürer vom römisch-deutschen Kaiser Maximilian I von Habsburg anfertigte, tritt ein Granatapfel an die Stelle des üblichen goldenen Reichsapfels als Symbol für Herrschaft und irdische Macht.

… not just a pretty face …

Abseits von Mythos und Ikonographie ist der Granatapfel auch in der modernen Küche zum Trendobst geworden. Egal ob pur, als Drink, als Dressing, Essig, in Salaten und Gerichten ist das fruchtig-herbe Schmuckstück vielseitig einsetzbar. Aber auch unter dem gesundheitlichen Aspekt hat er einiges zu bieten. So sind die im Granatapfel enthaltenen Polyphenole bekannt für ihre antientzündliche und antioxidative Wirkung und somit für ihren positiven Einfluss auf das Immunsystem. Studien zufolge enthält er drei Mal so viele Antioxidantien wie grüner Tee, dazu Kalium, Eisen und die Vitamine A, C und E. Die Inhaltsstoffe der Frucht halten darüber hinaus den Blutzuckerspiegel stabil und helfen aufgrund der enthaltenen Ballaststoffe bei Verdauungsproblemen. Auch in der Krebstherapie wird der Granatapfel eingesetzt, da man davon ausgeht, dass die Stoffe aus der Frucht das Wachstum von Krebszellen hemmen können. Ja sogar anti-aging Qualitäten werden ihm attestiert (daher auch in der Kosmetik gerne eingesetzt) – und aphrodisierende sowieso.

Womit wir wieder bei der Antike wären – und dem Granatapfel (auch) als Attribut der Göttin Aphrodite. Nicht zuletzt kürte der trojanische Königssohn Paris – in Aussicht auf eine Verbindung mit der schönsten Frau der Welt (Helena von Sparta), damit die Liebesgöttin vor ihren Konkurrentinnen Athena und Hera zur Schönsten aller Unsterblichen … and the rest is history …

Trojanischer-Krieg

Römischer Sarkophag mit Szenen aus dem Trojanischen Krieg (Mitte 2. Jh. n.Chr.)